Angreifer wieder als Polizisten getarnt

Es ist schon das zweite Mal, dass so etwas passiert ist. Laut einem Bericht von Welt, drangen am 28. Mai in der Nacht zu Freitag vier bis fünf Unbekannte in die Wohnung eines 25-jährigen Mannes und seiner Freundin in Erfurt ein. Die Täter, die dunkle Kleidung mit der Aufschrift „Polizei“ trugen, brachen die Tür der Wohnung mit einer Ramme auf. Die Täter brachen ihrem Opfer das Bein und übergossen den Mann und seine Freundin mit einer unbekannten Flüssigkeit. Die Erfurter Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung. Trotz intensiver Fahndung haben die Täter bislang nicht gefasst werden können.

Im früheren Fall am 11. März, in den wahrscheinlich dunklen Stunden des Donnerstags, klingelten mehrere unbekannte Täter, die gelbe Westen mit der Aufschrift „Polizei“ trugen, bei dem Mann im sächsischen Eilenburg. Diese Täter waren dunkel gekleidet und vermummt. In der Wohnung attackierten die Täter den 30-Jährigen, verletzten ihn und flüchteten anschließend. Laut Berichten wurde ihm mit einem Hammer mehrfach auf die Fußgelenke geschlagen. Nach dem Angriff haben die Extremismus-Spezialisten der „Soko LinX“ im Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

In beiden Fällen haben die Medien indirekt versucht, die Angriffe zu rechtfertigen, indem sie die Opfer entweder mit Rechtsextremismus oder Gewalttaten in Verbindung bringen. Der Opfer in Eilenburg ist der Bundesvorsitzende der NPD-Jugendorganisation, Paul Rzehaczek. Der unbenannte Opfer in Erfurt sollte einer „gewaltbereiten“ rechtsextremen Hooligan-Szene zugeordnet sein. Junge Freiheit berichtet, dass Linksextreme sich zu der Tat in Erfurt bekannt haben. Sie rechtfertigten den Überfall auf dem linksextremen Portal „Indymedia“ damit, dass der Opfer ein rechter Hooligan sei, der angeblich an einem Angriff im linken Leipziger Stadtteil Connewitz beteiligt war.

Ganz unkommentiert von Medien und Politikern ist die Tatsache, dass dieses Phänomen für größere Probleme sorgen könnte, wenn die Ermittlungen nichts bringen. Dass Menschen den Zutritt zu einer Wohnung erlangen, indem sie sich als Polizisten ausgeben, mag das für bestimmte Linksextremisten und ihre Unterstützer witzig sein, wenn sie über die potentiellen Folgen noch nicht nachgedacht haben. Das Phänomen ist eine Eskalation die nicht nur das Vertrauen in der Polizei weiter schwächt. Wer nicht weiß, ob die Menschen vor der Tür tatsächlich Polizisten sind, könnte sich unberechenbar verhalten. Außerdem könnte es künftig Nachahmer nicht nur im linken Spektrum auf den Plan rufen. Es liegt im Interesse der ganzen Gesellschaft, diese Sache so schnell zu klären wie möglich.

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