8. Mai – Tag des Gedenkens an die deutschen Opfer

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Wehrmacht. Was der Kapitulation voraus ging war eine Serie von entsetzlichen Bombardierungen in Städten wie Dresden, Chemnitz und Halberstadt unter anderem. In Dresden wird die Zahl der Todesopfer zwischen 22.700 und 25.000 gerechnet, in Chemnitz gab es ca. 7.500 und in Halberstadt ca. 3.000 Opfer. Ab April 1945 wurden 23 Kriegsgefangenenlager entlang des Rheins errichtet. Diese kennen wir als die Rheinwiesenlager wo ca. 3,4 Millionen Menschen sich in US-Gewahrsam befanden, die Zahl der Toten in den Lagern damals wird zwischen 8.000 bis 40.000 Menschen geschätzt. Auch in der Sowjetunion gab es ca. 3,3 Millionen deutsche Soldaten die in Lagern waren. Von den Kriegsgefangenen in der Sowjetunion kehrten etwa 2,2 Millionen heim, rund eine Million kamen um oder gelten heute als vermisst.

Die vielen Todesopfer der Bombardierungen und Kriegsgefangenenlager waren aber nur ein Aspekt des Leides nach dem Krieg, denn die Deutschen mussten auch mit Hungersnot ringen, da ihre „Befreier“ sowohl Importe von Gütern als auch Spende aus dem Ausland einschränkten oder verhinderten. Tatsächlich war die Lage schlimm genug, dass Konrad Adenauer das Problem öffentlich in einem Vortrag vor der Schweizer Gruppe der Interparlamentarischen Union in Bern äußerte. Ironischerweise war es am 23. März 1949, also zwei Monate vor der Verkündung des Grundgesetzes, als Adenauer die schlimme Lage und die Politik der Besatzer kritisierte. Er beschrieb den Gesundheitszustand und die Ernährung der Bevölkerung als katastrophal, mehr noch, lag die Kindersterblichkeit in Berlin bei 13,5%.

Aber dazu gab es auch die Umerziehung die mal als Entnazifizierung bezeichnet wird. Sie wurde ab Juli 1945 angeblich eingesetzt, um die deutsche und österreichische Gesellschaft, Kultur, Presse, Ökonomie, Justiz und Politik von allen Einflüssen des Nationalsozialismus zu befreien. Eigentlich sollte die Frage öffentlich debattiert werden, wie eine gezwungene Umerziehung einer Bevölkerung jemals überhaupt erlaubt sein konnte. Diese gewisse Umerziehung hatte auf jeden Fall vor, das Nationalgefühl und die kulturellen Einzigartigkeit der Deutschen zu schwächen. Es war auch ein Ziel der Besatzer, die Deutschen überwiegend in Pazifisten umzuwandeln. Um ihre Ziele zu erreichen, übernahmen die Besatzer damals die Kontrolle über die Presse und Institutionen in Deutschland. Heute sehen wir, dass die Mentalität der Menschen hierzulande in vielen Aspekten tatsächlich das Ergebnis der Umerziehung ist. Den 8. Mai als Tag der Befreiung zu bezeichnen, überbietet jeden erdenklichen Zynismus. Heute ist ein Tag des Gedenkens an die deutschen Opfer.

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