Nichtwähler stärken jene Parteien von denen sie unterdrückt werden

Der Bundestagswahl kommt im September und die Prognosen sehen momentan schlecht aus, wenn man den Umfragen glaubt. Auf die Umfragen müssen wir uns aber nicht ganz verlassen, denn wer in letzter Zeit auf die Stimmung im patriotischen Lager achtet, wird schon Grund genug für Bedenken haben. Viele Patrioten und Systemkritiker geben selbst zu, dass sie nicht wählen gehen, dafür gibt es sehr unterschiedliche Gründe warum sie auf Wahlen verzichten. Es ist Zeit, dass wir dieses Phänomen unter die Lupe nehmen. Wir müssen uns mit den Gerüchten und Desinformation, die das patriotische Lager leider verseucht haben, auseinandersetzen, sonst werden wir mit den Wählern der Altparteien nie konkurrieren können.

So ticken die Altparteiwähler. Nur Patrioten und Systemkritiker können etwas dagegen tun.

Wenn Wahlen etwas ändern könnten…

Fangen wir mit diesem sehr bekannten Zitat von Kurt Tucholsky an: „Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten“. In Wahrheit stammt dieses Zitat nicht vom Tucholsky, der in 1911 selbst in den Wahlkampf für die SPD zog. Zwischen 1920 und 1922 war er Mitglied der Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands und gegen Ende der 20er Jahre nährte er sich sogar der KPD an. Das Zitat wurde auch Mark Twain, Emmy Goldman und einigen anderen zugeschrieben, aber keiner weiß woher es wirklich stammt. Der Versuch das Zitat mit bekannten Persönlichkeiten in Verbindung zu bringen, sollte ihm mehr Autorität verleihen, es wird dennoch vermutet, dass ein unbekannter anarchistischer Graffiti-Artist das Zitat in den 1970er Jahren geprägt hat. Im Gegensatz zur Behauptung des Zitats, gibt es zahlreiche historische Fälle in denen Wahlen etwas änderten.

Wahlbeteiligung unter 50%

Das nächste Gerücht, das viele Patrioten in die Irre führt, ist die Behauptung, dass eine Wahlbeteiligung unter 50% die Regierung irgendwie außer Kraft setzen würde. In diesem Fall ist es auch nicht klar woher diese Behauptung kommt, denn es gibt gar keine offizielle Bestätigung dafür. Die einzige offizielle Information zum Thema finden wir auf der Webseite des Bundeswahlleiters: „Häufig wird die Frage gestellt, ob die Höhe der Wahlbeteiligung einen Einfluss auf die Gültigkeit der Wahl hat. Dies ist nicht der Fall. Eine Wahl kann nur im Rahmen einer Wahlanfechtung gemäß § 49 Bundeswahlgesetz bzw. § 26 Europawahlgesetz auf Grund von Wahlfehlern entweder ganz oder teilweise aufgehoben werden. Bei der freiwilligen Entscheidung eines Wahlberechtigten, nicht zur Wahl zu gehen, liegt aber kein Grund für einen anfechtbaren Wahlfehler vor“. Also, im Falle einer Wahlbeteiligung unter 50% würde nicht viel passieren.

Kapitulation vor Wahlbetrug

Das Phänomen der Wahlfälschung bzw. Wahlbetrug wird oft als Grund genannt für das Nichtwählen. Obwohl die Sorge als legitim betrachtet werden kann, ist der größere Schaden eher dadurch verursacht, dass man gar nicht wählt. Mit Wahlbetrug meint man üblicherweise eine Manipulation bei der Auszählung der Stimmzetteln, aber manchmal wird auch behauptet, dass die Ergebnisse schon fest stehen und alles nur Theater ist. Manipulation bei der Auszählung ist eine Möglichkeit die ernst genommen werden muss, dabei handelt es aber in erster Linie um die Absenkung der Anzahl patriotischer Stimmzetteln. Wenn Patrioten gar nicht wählen gehen, erreichen sie schon was die potenziellen Betrüger selbst anrichten wollen. Was den Vorwurf betrifft, dass die Wahlergebnisse schon feststehen, dagegen spricht der große Aufwand an Geld und Zeit welche die Medien und Institutionen investieren, um die öffentliche Meinung der Bevölkerung vor den Wahlen zu beeinflussen. Würde das Ergebnis schon feststehen, wäre es nicht so wichtig die Menschen zu überzeugen, dass sie von bestimmten Parteien fernbleiben sollten.

Allen Parteien die Schuld in die Schuhe schieben

In Kreisen der Systemkritiker herrscht oft eine Stimmung der Ablehnung Parteien gegenüber. Es wird wahllos von „Parteien“ geredet, als ob sie alle in gleichen Maßen für die heutigen Zustände verantwortlich wären, etwas das glatt unmöglich ist. Bisher haben nur bestimmte Parteien mitregiert, somit ist es unlogisch einer Partei die Schuld für etwas zu geben, wozu sie gar nicht in der Lage zu beeinflussen gewesen ist. Interessanterweise sind einige der heutigen Systemkritiker ehemalige Altparteiwähler, was ein solcher Vorwurf aus ihren Reihen etwas befremdlich erscheinen lässt. Wer seinen berechtigten Frust über Parteien zum Ausdruck bringen möchte, sollte etwas differenziert damit vorgehen und die korrekte Bezeichnung dafür verwenden: Altparteien.

Die Parteien die tatsächlich an der jetzigen Lage schuld sind!

Kontrollierte Opposition

Manche Leute behaupten, dass bestimmte Parteien kontrollierte Opposition sind, besonders im Falle der AfD wird dies behauptet. Sehen wir uns diese Sache aber logisch an: Die Liste der AfD-Gegner ist sehr lang und der hartnäckige Widerstand der Eliten gegen die AfD wird auf mehreren Ebene geführt. Die Idee, dass diese Partei kontrollierte Opposition ist, geht etwas weit. Realistischer wäre die Möglichkeit, dass bestimmte Kräfte die Partei zu unterwandern versuchen. Mit dieser Möglichkeit muss man mal rechnen, aber noch ist die Sache nicht so weit, was von dem innerparteilichen Streit klar sein sollte. Aber manchmal wenn man bei jenen Menschen nachhakt, welche die AfD als kontrollierte Opposition bezeichnen, stellt es sich heraus, dass diese Menschen keine anderen patriotischen Parteien als Ersatz wählen, was etwas seltsam ist.

Wenn man noch auf die Richtige wartet

Zu guter Letzt gibt es Menschen die eine oppositionelle Partei nicht wählen, weil etwas an der Partei ihnen nicht gefällt. In manchen Hinsichten ist es verständlich, dass man so denkt, aber welche Wirkung hat diese Denkweise, wenn sie in die Praxis umgesetzt wird? Wählen diese Menschen denn gar nicht, oder suchen sie nach einer Alternative? Theoretisch können Systemkritiker und Patrioten alternative Kleinparteien aussuchen, aber ohne Koordination werden die wenigen Wählerstimmen meistens an mehrere Parteien ausgeteilt, was bedeutet, dass diese Kleinparteien schließlich an der 5%-Hürde scheitern. Davon gewinnt keiner etwas. Eine Opposition muss so stark sein wie möglich, um effektiv zu sein. Die Erfolgsaussichten sehen aber schlecht aus, wenn Patrioten und Systemkritiker sich nicht einigen können, dabei sehen wir das Ergebnis unserer Uneinigkeit in dem Bild unten.

Patrioten und Systemkritiker, ich mahne euch: vereint euch endlich! Nichts tun ist keine Lösung. Es handelt sich im Moment nicht darum, ob wir die perfekte Partei oder eine Gesamtlösung sofort finden werden. Keine komplizierte Situation wird schnell und einfach gelöst. Wir müssen uns auf politischer Ebene endlich Widerstand leisten, was nur möglich ist, wenn wir den ersten Schritt zusammen gehen können. Dieser erste Schritt ist nicht mal schwer, denn wir alle wissen schon was zu tun ist, wir wissen wo wir es tun müssen und wir kennen den Tag an dem dies geschehen soll: 26. September!

Veröffentlicht von Jahwarrior

Ich bin Amerikaner und wohne seit 15 Jahren in Deutschland. Mit der Zeit ist mir Deutschland sehr ans Herzen gewachsen und weil ich gemerkt habe, dass vieles hierzulande schief läuft, entschied ich eine Bewegung zur Bewährung dieses schönes Land und dessen Volk zu gründen. Früher behandelte ich hauptsächlich das Thema "Medien" und besprach deren bösartige Wirkung auf die Massen. Jetzt beschäftige ich mich mit anderen Themen, aber der Schwerpunkt ist das Thema "Politik". Ich unterstütze alles was im Interesse Deutschlands ist und bin gegen alles was Deutschland benachteiligt.

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