Baerbock: Kanzlerkandidatin und Widerspruchskönigin

Annalena Baerbock steht schon lange im Rampenlicht, denn sie dient als Symbol der erwünschten Idealen der Eliten: Sie ist eine Befürworterin der neuen Klimapolitik, des Globalismus, der offenen Grenzen und des transatlantischen Bündnisses. Ihre Ideologie passt überwiegend zu allem was aus politischer Sich einigermaßen populär ist und man könnte vermuten, dass sie sich mit Absicht auf die „richtige“ Seite stellte, um maximale politische Vorteile daraus zu gewinnen. Interessant ist, dass einige ihrer Idealen sich widersprechen, wozu es natürlich kommt, wenn man nicht allzu sehr gründlich über die eigenen Standpunkte nachdenkt.

Über das Zitat im Titelbild dieses Beitrags kann man sich nicht freuen, denn diesen Satz hab ich absichtlich ohne den dazugehörenden Kontext vorgelegt, um die Widersprüchlichkeit Frau Baerbocks Ideen offensichtlich zu machen. Hier ist das Zitat im Ganzen: „Die Botschaft an Moskau muss sein: Souveräne Staaten entscheiden über ihre Bündnisse selbst. Dazu zählt auch die Perspektive einer Ukraine in der EU und in der Nato“. Klar ist, dass Baerbock niemals an deutsche Souveränität in diesem Kontext denken würde, nämlich die Idee, dass Deutschland Bündnisse beitreten, aber eben auch verlassen könnte. Würde Deutschland die EU oder NATO verlassen, wäre das für sie eine Schreckensszenario. Baerbocks Meinung bzgl. Deutschland ist eigentlich genau was wir von ihr vermuten würde.

„Deutschland ist außenpolitisch nur stark, wenn es im europäischen Konzert handelt.“

„Deutschland hat vor rund 80 Jahren durch die Schoa und seinen Angriffskrieg schlimmstes Leid über Europa und die Welt gebracht. Zu unserer historischen Verantwortung gehört, den Einsatz des eigenen Militärs strikt zu kon­trollieren.“

In einem Interview mit Frankfurter Allgemeine plädiert Baerbock neulich für mehr Druck auf Russland und China. Das Interview in voller Länge ist leider nur mit einem Abo zu lesen, dennoch wurden Ausschnitte des Interviews von Welt veröffentlicht. Baerboch sieht uns gerade in einem Wettstreit der Systeme: autoritäre Kräfte versus liberale Demokratien. Sie ist der Meinung, dass wir mit „Dialog und Härte“ handeln müssen, aber was genau Baerbock mit Härte versteht ist nicht klar. Ob sie sich so sehr für Einwanderung nach Deutschland und für Flüchtlinge einsetzt, damit diese sich künftig an einem provozierten Krieg mit Russland und China teilnehmen können? Nein, daran hat sie natürlich nicht nachgedacht.

Die Mehrheit der Standpunkte die Baerbock vertritt, passt zufälligerweise gut zu den Wünschen und Zielen der US-Politik, besonders in Betracht auf Russland und China. Es ist trotzdem interessant, dass die Grünen sich früher für den Abzug von US-Atomwaffen in Deutschland eingesetzt hatten. Angeblich tun sie das immer noch, obwohl mal kaum etwas darüber hört. Anscheinend wollte Baerbock das Thema auch nicht hören, als die Frage des Interviewers an sie gerichtet wurde: „Die Grünen wollen ein Deutschland ohne Atomwaffen. Fordern Sie den sofortigen Abzug aller amerika­nischen Atomwaffen von deutschem Boden?“ Die Antwort Baerbocks, obwohl wortreich, enthielt keine Information zur eigentlichen Frage des Interviewers, was dem Interviewer anscheinend wenig ausmachte.

Woher kommen denn Politiker wie Baerbock? Wer über ihr Leben und ihren politischen Werdegang liest, entdeckt nur wenig von ihrem Privatleben. Wie so viele Politiker die überwiegend Mainstream-Standpunkte vertreten, schien ihre Karriere schnell steil nach oben zu schießen. Schon als 16-Jährige absolvierte sie ein Austauschjahr in den USA. Von 2000 bis 2004 studierte sie Politikwissenschaft und öffentliches Recht an der Universität Hamburg. Als 20-Jährige arbeitete sie während ihres Studiums schon als Journalistin für die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Von 2004 bis 2005 studierte sie Völkerrecht in London und schloss dort mit einem „Master in Public International Law“ ab. Danach wurde Baerbock im Alter von 25 Jahren Mitglied im Bündnis 90/Die Grünen. Sie war auch Büroleiterin der Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter von 2005 bis 2008. Von 2008 bis 2013, also im Alter von 28 Jahren, war sie Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Europa. Es wäre sicher interessant zu wissen, wer die Karriere Baerbocks auf dem Weg nach oben unterstützte.

Veröffentlicht von Jahwarrior

Ich bin Amerikaner und wohne seit 15 Jahren in Deutschland. Mit der Zeit ist mir Deutschland sehr ans Herzen gewachsen und weil ich gemerkt habe, dass vieles hierzulande schief läuft, entschied ich eine Bewegung zur Bewährung dieses schönes Land und dessen Volk zu gründen. Früher behandelte ich hauptsächlich das Thema "Medien" und besprach deren bösartige Wirkung auf die Massen. Jetzt beschäftige ich mich mit anderen Themen, aber der Schwerpunkt ist das Thema "Politik". Ich unterstütze alles was im Interesse Deutschlands ist und bin gegen alles was Deutschland benachteiligt.

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