Die methodische Gestaltung unserer Gesellschaft

Der Einfluss den die Medien auf unsere Gesellschaft haben kann nicht oft genug betont werden, denn dieser Einfluss ist tatsächlich riesig. Die offensichtlichste Wirkung haben die Medien auf die öffentliche Meinung, welche die Medien formen und manipulieren. Besonders in Hinsicht auf Themen mit Relevanz für die Politik bzw. Wahlen, üben die Medien ihre Tätigkeit mit sorgfältigem Bedacht aus, vor allem indem sie eine überwiegend vereinheitlichte Ansicht präsentieren. Je wichtiger das Thema für sie, desto mehr Ansichten bzgl. des Themas im Fernsehen, Radio oder Online gleichgeschaltet werden, denn lediglich die Themen mit weniger Bedeutung für die Entscheidungsträger dürfen differenziert diskutiert werden. Schließlich müssen die Medien die Illusion bewahren, dass sie sich von einander tatsächlich unterscheiden.

Der wahre Einfluss der Medien geht aber sogar tiefer als man vielleicht denkt, denn viele der Zustände die wir heute für gegeben nehmen, haben ihre Wurzeln schon einige Jahrzehnte in der Vergangenheit liegen. Oft redet man von Veränderungen die mit der Zeit passieren, dennoch wurden manche dieser Veränderungen der Gesellschaft künstlich erzeugt, das heißt: sie wurden von den Medien selbst gefördert und schließlich gängig gemacht. Vielleicht kommt das für manche Leute wie eine Verschwörungstheorie vor, aber es ist nicht schwer Hinweise dafür zu finden. Wir haben reichlich Filminhalt aus der Vergangenheit, obwohl wir leider kein genaues Bild der öffentlichen Meinung jener Zeit mehr haben. Die älteren Menschen unter uns wissen vielleicht aber noch was früher als normal galt, somit können sie den Vergleich leichter machen. Zum Glück haben wir aber auch konkreten Beweis, weswegen wir uns auf ungenaue Erinnerungen nicht verlassen müssen.

Viele Menschen stellen sich wahrscheinlich die Frage: Wer entscheidet welchen Standpunkt die Mainstream-Medien vertreten sollen? Woher kommen denn die Vorschriften, worauf die Medien sich orientieren? In Hinsicht auf Themen wie Migration, Rassismus usw., müssen wir unbedingt einen Blick auf die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) werfen, eine Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Obwohl UNESCO offiziell im November 1945 gegründet wurde, reichen ihre Wurzeln sogar bis zum Völkerbund im Jahr 1926 hin. Unter anderem beschäftigte sich die damalige Institut International de Coopération Intellectuelle (IICI) mit der „moralischen Abrüstung“: die Friedenssicherung durch politische Maßnahmen indem sie die Friedensbereitschaft der Völker durch erzieherische und kulturelle Maßnahmen stärkte. Das Wort Erziehung in offiziellen Dokumenten kann praktisch durch das Wort Propaganda ersetzt werden.

Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur

In Helsinki, Finnland zwischen 19. und 28. Juni 1972 hielt UNESCO eine internationale Konferenz, um die Effektivität von unterschiedlichen Arten von Medien, besonders Fernsehen und Radio, für erzieherische Zwecke in Europa zu untersuchen. Später gab es eine Konferenz zwischen 4. und 5. Juni 1973 in Paris, wo detailliertere Empfehlungen und weitere Kooperation zwischen Staaten, Regierungen und Privatorganisationen besprochen wurden. Die meisten Teilnehmer waren Staatsvertreter von Medienunternehmen. Sie kamen aus Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien, der Schweiz, Finnland, Jugoslawien, Italien, Rumänen, Bulgarien und der Vereinigten Königreich. Der Vertreter Deutschlands war Richard Walter Dill: ein Fernsehjournalist, Medienwissenschaftler und Eurovisionsbeauftragte der Programmdirektion des Deutschen Fernsehens ARD.

Der Aufwand an Zeit und Ressourcen die in der Recherche und Konferenzen investiert wurden, war ziemlich groß, also war das Vorhaben offensichtlich sehr ernst genommen. Interessanterweise heißt es in dem Konferenzbericht von damals, dass sie angeblich keine Propaganda betreiben wollten. Auch eine kulturelle Gleichschaltung wollten sie angeblich nicht, aber trotzdem sehen wir heute wohin die Reise gegangen ist. Von Relevanz ist auch die Tatsache, dass UNESCO es als ihre Aufgabe sah, gegen Rassismus vorzugehen. Schon im Jahr 1950 publizierte UNESCO eine Stellungnahme, die klarstellen sollte was wissenschaftlich über das Konzept Rasse bekannt war. Wie genau UNESCO die vorherzusehenden Konflikte zwischen Wissenschaft, Moral und Politik regeln sollte war klar: UNESCO war schließlich von Anfang an in erster Linie eine ideologische, politische Organisation.

Das Transatlantik-Netzwerk sorgt auch für Erziehung in Deutschland

Im Falle der UNESCO haben wir es offensichtlich mit einem international koordinierten Versuch, Gesellschaften mit Hilfe der Medien zu beeinflussen und somit gestallten. Das Vorhaben ist sehr alt und hat seine ideologischen Wurzeln schon in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Es ist lediglich ein einziger Fall wofür wir konkreten Beweis haben, aber schließlich sehen wir, dass es den Entscheidungsträgern sehr bewusst ist, welche Macht die Medien haben. Außerdem koordinieren die Entscheidungsträger miteinander, um ihre Medien effektiv einzusetzen, wenn sie es für nötig halten. Wir können vermuten, welche andere Initiativen Wirkungen auf unsere Gesellschaft über Jahrzehnte gehabt haben.

Zum Schluss, die Medien beeinflussen die Gegenwart, sind aber in vielen Fällen für die Zustände der Gegenwart auch verantwortlich, denn sie haben mitgeholfen diese Realität zu erschaffen. Mit Filmen, Fernsehen, Radio, Theater, Kunst, Musik und Zeitungen haben die Medien stets die Meinungen der Menschen beeinflusst. Die Entscheidungsträger nennen es Bildung oder Erziehung, aber wie auch immer man es nennen möchte, die Wirkung auf unsere Gesellschaft und Leben muss ernst genommen werden.

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