Das Problem mit dem Friedensvertrag

Eine Auswertung des Themas Friedensvertrag lässt sich nicht mehr vermeiden, da das Konzept immer populärer wird, aber besonders, weil das Verlangen nach diesem Vertrag anscheinend zu einem Stolperstein für freiheitsliebende Menschen wird. Immer mehr Menschen glauben, dass Souveränität ohne einen Friedensvertrag nicht möglich sei, deswegen muss dieses Thema dringend behandelt werden. Sorgen haben wir schon genug, also brauchen wir keine weiteren Sorgen die unbegründet sind. Ich möchte aber im Voraus klar stellen, dass ich die Idee des Friedensvertrags an sich genau so toll finde wie alle anderen, aber im Gegensatz zu anderen Menschen, betrachte ich den Friedensvertrag nicht als eine Notwendigkeit für die Souveränität. Tatsächlich ist ein Friedensvertrag mit den USA sogar eher unwahrscheinlich aus Gründen die ich gleich erklären werde.

Das Volk ist die Rettung Deutschlands

Die Vorstellung, dass wir auf die Hilfe von ehemaligen Besatzern für die eigene Souveränität angewiesen sind, finde ich grässlich. Es erzeugt ein Gefühl von Machtlosigkeit zu denken, dass die Souveränität Deutschlands eine Geisel der USA oder Russlands ist. So wäre es nötig, das zu tun, was sie von uns erwarten, also eine Art Knechtschaft. Und was wäre denn der nächste Schritt, falls sie uns nicht helfen wollen? Falls die Knechtschaft tatsächlich eine Lösung sein sollte, dann kann ich euch versichern, dass die jetzige Regierung an dieser Rolle mit den USA schon lange fleißig arbeitet. So geht das aber nicht Patrioten, denn wer seine Freiheit will, muss irgendwann das eigene Schicksal in die Hand nehmen.

Wir stehen nicht unter Besatzung

Ihr habt bestimmt gemerkt, dass ich ehemalige Besatzer in dem vorigen Paragraph geschrieben habe und nicht Besatzer. Fakt ist, wir stehen nicht unter Besatzung im herkömmlichen Sinne. Der Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland 23. Oktober 1954 ist das eigentliche Problem, aber er kann mit einer zweijährigen Frist gekündigt werden. Dazu gibt es das NATO-Truppenstatut vom 19. Juni 1951 und dessen Zusatzabkommen vom 3. August 1959. Diese Abkommen regeln die Pflichten und Rechte der NATO-Streitkräfte die in Deutschland auf Grundlage des Vertrages von 1954 dauerhaft stationiert sind. Das NATO-Partnerschaft für den Frieden-Truppenstatuts vom 19. Juni 1995 und das oben erwähnte NATO-Truppenstatut regeln auch die Pflichten und Rechte der NATO-Streitkräfte die sich vorübergehend in Deutschland aufhalten. Es gibt nichts hier wofür wir den Friedensvertrag brauchen. Unsere Politiker haben zwar Freiraum zu handeln, dennoch sind sie entweder zu feige oder möglicherweise Verräter. Wir brauchen Politiker mit den politischen Willen, die entsprechenden Abkommen und die NATO-Mitgliedschaft zu kündigen.

Zweck eines Friedensvertrages

Aber warum werden Friedensverträge überhaupt geschlossen? Normalerweise schließen 2 oder mehr Länder einen Vertrag gleich nach dem Krieg, da die Länder entweder nicht weiter kämpfen wollen, oder zu dem Schluss kommen, dass es eher ungünstig wäre weiter zu kämpfen. Vielleicht ist das schwächere Land fast am Ende. Vielleicht will das stärkere Land sein politisches Image noch nicht komplett verderben, vielleicht wäre es wirtschaftlich zerstörerisch weiter zu kämpfen. Da das stärkere Land das schwächere Land nicht komplett vernichten will oder darf, bietet es stattdessen den Friedensvertrag an. Nun sollten die Länder einen Kompromiss schließen. Das Land das am besten da steht, kann den Ton angeben, aber das schwächere Land kann im schlimmsten Fall drohen, weiter zu kämpfen oder Widerstand auf eine andere Weise zu leisten, sollte es doch keinen Friedensvertrag geben.

Was haben wir nun anzubieten?

Es stimmt, dass es nach dem 2. Weltkrieg keinen offiziellen Friedensvertrag gab, aber nun sind wir hier in der Gegenwart und uns sollte klar sein, dass die Lage jetzt eine andere ist: Es gibt keine Illusionen, dass Deutschland vielleicht weiter kämpfen würde oder irgendeinen Widerstand leisten. Die Altparteien sind den USA hörig und die USA haben schon so viel von Deutschland bekommen, haben schon das Militär und US-Atomwaffen hierzulande stationiert, wirtschaftliche und militärische Verträge geschlossen usw. Es gibt eigentlich nicht viel mehr zu bieten, außer noch mehr Knechtschaft vielleicht. Wie weit will man also denn gehen, um einen Friedensvertrag zu bekommen? Den letzten Rest der Würde abgeben?

Funktioniert das, wenn man vor der amerikanischen Botschaft darum bittet, freigelassen zu werden? Würde ein Land die Macht über ein anderes Land ohne weiteres aufgeben? Wenn die Amerikaner in der Botschaft aus den Fenstern schauen und Menschen sehen, welche die Souveränität verlangen, werden sie den Kongress und Präsidenten in Washington DC anrufen und sagen, dass die Zeit nun gekommen sei, den Deutschen die Freiheit zurück zu geben? Nein. Ein Land gibt etwas erst frei, wenn es politisch oder militärisch dazu gezwungen wird und nicht, weil es darum gebeten wurde.

Die besten Alternativen

Streng genommen, brauchen wir den Friedensvertrag nicht, denn einen Friedensvertrag garantiert keinen Frieden, auch wenn die Behauptung im Vertrag drin steht. Da vergisst man vielleicht, dass der Versailler Vertrag eigentlich selbst ein Friedensvertrag war. Unter dem Vertrag mussten die Deutschen Jahre lang leiden. Nicht nur, dass der Versailler Vertrag den 2. Weltkrieg nicht verhinderte, er war sogar selbst ein Auslöser für den Krieg. Heutzutage brauchen wir erstmal keinen weiteren Vertrag, wir sollten lieber die Verträge die schon in Kraft sind neu verhandeln oder kündigen. Die beste Verteidigung gegen den Krieg ist wirtschaftliche und militärische Macht in Kombination mit den richtigen Bündnissen auf Augenhöhe.

Was wir eigentlich brauchen

Vielleicht wäre etwas mit Russland in diesem Sinne möglich, aber die Wahrheit ist, dass Deutschland nicht in Gefahr steht, angegriffen zu werden, es sei denn, die NATO-Mitgliedschaft Deutschlands es schafft, uns in einen Krieg der USA mit Russland hineinzuziehen. Aber die Lösung dafür ist einfach: die NATO verlassen bevor ein Krieg losbrechen kann. Über den Friedensvertrag sollten wir eher weniger Gedanken machen, da es nicht wirklich klar ist, ob er tatsächlich die Mühe wert ist. Souveränität benötigt den Friedensvertrag nicht, sie benötigt die richtigen Menschen in den richtigen Ämtern. Die Souveränität benötigt Menschen die jegliche Knechtschaft ablehnen, Menschen welche die Interessen der Deutschen auf der Weltbühne vertreten werden. Das wahre Hindernis unserer Souveränität ist eine Mehrheit der Menschen die den Ausverkauf Deutschlands für globalistische Zwecke in Kauf nimmt. Diejenigen die im politischen Prozess so dringend nötig sind, nehmen daran nicht teil. Diejenigen die auf die Straße gehen sollten, schlafen noch.

Veröffentlicht von Jahwarrior

Ich bin Amerikaner und wohne seit 15 Jahren in Deutschland. Mit der Zeit ist mir Deutschland sehr ans Herzen gewachsen und weil ich gemerkt habe, dass vieles hierzulande schief läuft, entschied ich eine Bewegung zur Bewährung dieses schönes Land und dessen Volk zu gründen. Früher behandelte ich hauptsächlich das Thema "Medien" und besprach deren bösartige Wirkung auf die Massen. Jetzt beschäftige ich mich mit anderen Themen, aber der Schwerpunkt ist das Thema "Politik". Ich unterstütze alles was im Interesse Deutschlands ist und bin gegen alles was Deutschland benachteiligt.

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