Quer gedacht und daneben geschossen

Zuallererst möchte ich klar stellen, dass ich meistens versuche das Beste von Menschen zu denken auch, wenn ich Skeptiker bin. In diesem Beitrag analysiere ich die Initiative namens Querdenken. Ich werde ihr Handeln bewerten in der Annahme, dass die Führung der Initiative die Menschen tatsächlich dazu bewegen will, die repressiven Corona-Maßnahmen zu bekämpfen. Ich werde davon ausgehen, dass die Organisatoren es ehrlich mit den Anhängern meinen und, dass Querdenken nicht irgendwie vom System gesteuert ist.

Bevor ich die Fehler erwähne, die Querdenken aus meiner Sicht begangen hat, werde ich die positiven Aspekte und Errungenschaften dieser Initiative vorlegen. Fangen wir also mit der bedeutsamsten Begabung von Querdenken an: Es gelingt der Initiative eine Masse an Menschen auf die Straße zu bringen. Das schaffen nur die Wenigsten, aber natürlich klappt es nicht ohne das richtige Timing. In diesem Fall, haben die autoritären Maßnahmen der Regierung großen Unmut in der Bevölkerung ausgelöst, sodass viele Menschen endlich etwas dagegen unternehmen wollten. Dazu hat die Führung von Querdenken finanzielle Ressourcen und fleißiges Personal, um alles organisatorisch am laufen zu halten. Dass Querdenken separate Branchen in verschiedenen Regionen gründete, die bei der Gelegenheit für Großdemonstrationen zusammen gebracht werden können, war auch ein kluger Schachzug. Die Demo am 1.8. zeigte uns was für ein enormes Potenzial Querdenken hat, oder wenigstens das Potenzial das Querdenken hätte haben können.

Manche Strategien die Querdenken einsetzte, um die Leute auf die Straße zu kriegen, stellten sich als zweischneidiges Schwert heraus. Die schönen Veranstaltungen mit Musik, Singen und manchmal sogar Tanzen, waren sehr attraktiv für viele Menschen und gaben diesen Menschen mehr Motivation mitzumachen. Diesen Aspekt ihrer Demos haben die Leiter von Querdenken lange beibehalten, vielleicht zu lange, meiner Meinung nach. Die Musik und der Spaß auf der Demo verlieh ein Gefühl von Vergnügen, was im Nachhinein vielleicht eher vom Nachteil gewesen ist.

Als Querdenken so richtig in Fahrt kam, schalteten sich die Politik und Medien ein. Die Medien taten das was die Medien immer tun: diffamieren, beleidigen und spalten. Demo-Teilnehmer wurden unter anderem als Verschwörungstheoretiker und Antisemiten bezeichnet. Die Medien klagten sich darüber, dass die Teilnehmer von Querdenken mit Menschen aus dem rechten Spektrum zusammen marschierten. Damit schafften es die Medien, Leute zu spalten, da manche Teilnehmer für solche Medien-Propaganda empfindlich waren. Gleichzeitig unternahmen die Politiker Maßnahmen gegen den Widerstand indem sie die Möglichkeiten für Querdenken auf der Straße gesetzlich einschränkten, z.B. mit einem Maskenpflicht für Veranstaltungen. Auch aus der Politik kamen ein paar Beleidigungen wie Covid-Idioten zum Beispiel. Kurz und knapp, es war Krieg, oder besser gesagt, eine Art psychologischer Kriegsführung. Ja, die Eliten hatten Querdenken den Krieg geklärt, aber die Leute von Querdenken, die den Knall nicht hörten, waren gar nicht seelisch darauf vorbereitet.

Und was war anders zu erwarten? Mit singen und tanzen bereitet man sich auf keinen Krieg. Die Mehrheit der Teilnehmer hatte bestimmt nur zum ersten mal überhaupt an Widerstand gedacht, wenn überhaupt. Sich auf der Straße zu sammeln und Information über Covid usw. austauschen ist eine Sache, aber richtig Widerstand zu leisten? Die Diffamierung der Mainstream-Medien auszuhalten und ignorieren? Sich der Willkür der Politik zu widersetzen? Soweit waren die Leute nicht und sind es jetzt mehrheitlich immer noch nicht. Aber sie darauf vorzubereiten wäre vielleicht die Verantwortung der Führung von Querdenken gewesen.

Nach dem 1.8. versuchte Querdenken am 29.8. noch einmal etwas in Berlin auf die Reihe zu kriegen. Der Versuch, der nicht ganz schlecht war, wurde aber leider der letzte ernsthafte Versuch. Da der Drück der Eliten nun Querdenken zu schwer wurde, machten die Leiter der Initiative einen Rückzug nach Konstanz, was schließlich die Kampfmoral für viele Menschen beachtlich geschwächt hat. Schließlich kam der 3.10., ein Tag der im vorherigen Jahr etwas besonderes war. Damals fanden mehrere patriotische Kräfte sich zusammen und marschierten gemeinsam durch Berlin. Aber dieses mal herrschte Stille, oder die gespaltenen Gruppen von Patrioten in Konstanz und Berlin wurden von Antifa-Faktionen belästigt. Das war bestimmt ein großer Erfolg für die Eliten, aber ein niederschmetternder Niederlage für den Widerstand!

Also was ist denn schief gelaufen? Vieles! Aber im Grunde sollen die Leiter von Querdenken einsehen, dass es einfach nicht geht, alles den Medien recht machen zu wollen. Wenn ich der Führung von Querdenken etwas sagen könnte, dann wäre es folgendes:

Wacht bitte auf! Die Medien sind nicht auf eurer Seite! Das sind die Feinde die genau gegen das sind, was ihr erreichen wollt. Mit eurem Versuch euch von rechts zu distanzieren, werdet ihr einfach gespalten. Außerdem, wer der Meinung ist, dass er Widerstand leisten kann, indem er weg rennt, liegt mit der Meinung ganz falsch. Und wer seine Anhänger auf kommende Schwierigkeiten nicht seelisch vorbereitet, wird keine Menschen um sich haben die Widerstand leisten können. Unter den Anhängern von Querdenken sehe ich immer Flaggen mit Schriften wie Frieden und Liebe. Ich sehe Regenbogenflaggen. Es geht darum der Öffentlichkeit zu zeigen, dass ihr harmlos seid, nicht wahr? Lieber Mitkämpfer, was soll das? Merkt ihr nicht, dass ihr im Krieg seid??

Nein, sie merken es nicht, aber deswegen bin ich hier, um es klar und deutlich auszudrücken. Falls die Leute von Querdenken gewinnen wollen, müssen sie ihre Mentalität ändern. Wir sind auf keinem Fest. Das ist kein Konzert, keine Party. Das ist kein Spaß, sondern Widerstand. Und genau das gleiche gilt für uns. Wir müssen auch unsere Mentalität ändern. Wir müssen unsere Unterschiede beiseite lassen und einen Weg finden, wie wir zusammen arbeiten können. Wacht auf Anhänger von Querdenken! Wacht auf Patrioten!

Veröffentlicht von Jahwarrior

Ich bin Amerikaner und wohne seit 15 Jahren in Deutschland. Mit der Zeit ist mir Deutschland sehr ans Herzen gewachsen und weil ich gemerkt habe, dass vieles hierzulande schief läuft, entschied ich eine Bewegung zur Bewährung dieses schönes Land und dessen Volk zu gründen. Früher behandelte ich hauptsächlich das Thema "Medien" und besprach deren bösartige Wirkung auf die Massen. Jetzt beschäftige ich mich mit anderen Themen, aber der Schwerpunkt ist das Thema "Politik". Ich unterstütze alles was im Interesse Deutschlands ist und bin gegen alles was Deutschland benachteiligt.

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