Das Bestreben der NSDAP nach einer Vereinigung von Links und Rechts

Sicher ist es kein Alltagswissen heutzutage, dass die Nationalsozialisten sich eine Einigung zwischen links und rechts erhofften, dennoch gab es den Versuch, Menschen im linken Lager anzuwerben. So war es im Jahr 1926 als Joseph Goebbels seine Rede im Opernhaus in Königsberg hielt. Sein Vortrag war anscheinend begehrt genug, dass die Entscheidung getroffen wurde, den Vortrag in gedruckter Form zur Verfügung zu stellen. Der Titel lautete Lenin oder Hitler?

Vielleicht haben einige von euch irgendwann das folgende Zitat von Joseph Goebbels auf dieser Seite gesehen: „In dem Augenblick wird Deutschland frei sein, in dem die 30 Millionen links und die 30 Millionen rechts sich verständigen können.“ Manche haben das Zitat vermutlich für eine Fälschung gehalten, aber tatsächlich stammt dieses Zitat aus genau dieser Rede aus 1926 dessen Schwerpunkt das Konzept eines Bündnis zwischen links und rechts ist. Das Thema „Spaltung“ wurde auch besprochen, denn sie herrschte in Deutschland damals genau so wie heute. Ob die heutige Spaltung schlimmer ist als die während der Zeiten zwischen beiden Weltkriegen, lässt sich vielleicht noch bestreiten. Auf jeden Fall waren die Zeiten damals äußerst turbulent. Aber außer der Spaltung, gibt es anscheinend andere Ähnlichkeiten zwischen heute und damals.

Eine 60 Millionen-Nation, ringsum umgeben von Feinden im Lande und draußen an den Grenzen, aus tausend Wunden blutend, das in der Arbeit fleißigste Volk der Welt, sieht seine politische Aufgabe darin, sich selbst zu zerfleischen. Ein Volk, das allen Grund hätte, sich zusammenzuschließen und sich geschlossen seiner Feinde zu erwehren, zersplittert sich in Duzende von Parteien, Organisationen und Wirtschaftsbänden, findet trotz heißesten Bemühens nicht den Weg zu sich selbst und zum Erkennen seiner weltgeschichtlichen Sendung.

Trotz der kriegsähnlichen Verhältnissen die damals zwischen beiden Lagern herrschte, teilten beide Seiten eine ideologische Ansicht in Betracht auf den Kapitalismus, eine Gemeinsamkeit die theoretisch als Grund zur Versöhnung dienen könnte. Goebbels wusste sich diese Tatsache zunutze zu machen.

Wir müssen zueinanderkommen, Sie von der linken Seite und wir. Denn im Grunde wollen wir wohl dasselbe: unser Ziel ist die Freiheit. Es handelt sich nur um die schwere Frage, wie. Es ist nicht möglich, dass wir beide recht haben. Wir haben zwei grundverschiedene politische Weltanschauungen: da hat der eine recht und der andere unrecht. Dem Kapitalismus gegenüber haben wir beide immer und ewig recht.

Wie dem auch sei, es gab eine wirre Mischung von Organisationen die dazu bereit waren Gewalt anzuwenden, um die Oberhand zu gewinnen oder behalten. Diese Situation machte jede Chance auf Versöhnung zwischen Gegnern umso schwieriger. Es gab schon damals die Antifaschistische Aktion (Antifa), eine Organisation der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) die ursprünglich gegründet wurde, um die Eiserne Front zu bekämpfen. Die Eiserne Front wiederum, war ein paramilitärisches Bündnis zu dem die SPD gehörte. Die KPD betrachtete die Mitglieder der Eiserne Front als Faschisten und sozialistische Terroristen, also denkt immer daran, dass wir eigentlich der Eisernen Front (oder in diesem Fall, der SPD) zu danken haben, dass es heute noch Antifa gibt. Die Antifa hatte offensichtlich schon damals auch große Unterstützung aus den oberen Reihen.

Die 30 Millionen links und die 30 Millionen rechts rennen gegeneinander an. Einer nur hat den Vorteil davon: der internationale Weltfeind. Die 30 Millionen links und die 30 Millionen rechts heben sich gegenseitig auf. Will man von rechts die Freiheit Deutschlands, dann ist man von links bereit, der Rechten den Dolch in den Rücken zu stoßen und umgekehrt. Erst wenn beide wieder zusammenstehen, wenn aus beiden wieder ein 60 Millionen-Volk geworden ist, kann sich dieses Volk die Freiheit erringen.

Und so bekommen wir ein Bild der damaligen angespannten Lage unter deren Umständen Goebbels seinen politischen Gegnern die Hand zu reichen versuchte. Auf Grund der Wachstum der NSDAP in den darauf folgenden Jahren, kann man davon ausgehen, dass der Versuch schließlich etwas Erfolg hatte, wenn auch er bescheiden war. Bekannt ist, dass ehemalige Kommunisten zur NSDAP übergelaufen waren, wie es Beispielweise von der Erzählung Willi Münzenbergs illustriert ist. Münzenberg, der Propaganda-Chef der Kommunistischen Internationale, beschrieb wie er sich in 1932 mit ehemaligen Kommunisten traf, die zur Sturmabteilung (SA) überlaufen waren. Laut Münzenberg, meinten diese Überläufer: „Ihr Kommunisten seid zu langsam. Adolf wird es schneller erledigen. Sollte er uns verraten, werden wir ihn erhängen. Wir sind die SA und wir werden den Sozialismus erschaffen, den Adolf uns versprochen hat.“ Sogar auf Ebene der Parteien fanden die NSDAP und KPD Angelegenheiten zur Zusammenarbeit, zum Beispiel bei dem Volksentscheid zur Auflösung des preußischen Landtages in 1931 und dem Streik der Berliner Verkehrsgesellschaft in 1932.

Zum Schluss, endet dieser Beitrag, mit dem Appell Goebbels an seine politische Opposition. So einen Appell an Menschen aus dem oppositionellen Lager würde man heutzutage fast nie hören oder erleben können, denn in diesen Zeiten betrachtet man generell die andere Seite nur als Gegner und nichts mehr. Ein Versuch Leute auf der anderen Seite zu erreich wäre heute fast unvorstellbar, dank der Mentalität die sich in den Köpfen etabliert hat.

Wir treten an das deutsche Volk heran mit der letzten brutalsten Anklage. Aber diese letzte brutalste Anklage birgt in sich die letzte, größte Versöhnung. Wir klagen an nach rechts und versöhnen nach links. Wir klagen an nach links und versöhnen nach rechts. Beide Teile wurden schuldig am deutschen Zusammenbruch. Aber der erste Schuldige war der von rechts, und deshalb muss er Sühne tun und Opfer bringen. Wenn er von links verlangen will, dass man dort verlerne, proletarisch zu denken, so muss er erst Mut genug haben, zu verlernen, bürgerlich zu sein.

Veröffentlicht von Jahwarrior

Ich bin Amerikaner und wohne seit 15 Jahren in Deutschland. Mit der Zeit ist mir Deutschland sehr ans Herzen gewachsen und weil ich gemerkt habe, dass vieles hierzulande schief läuft, entschied ich eine Bewegung zur Bewährung dieses schönes Land und dessen Volk zu gründen. Früher behandelte ich hauptsächlich das Thema "Medien" und besprach deren bösartige Wirkung auf die Massen. Jetzt beschäftige ich mich mit anderen Themen, aber der Schwerpunkt ist das Thema "Politik". Ich unterstütze alles was im Interesse Deutschlands ist und bin gegen alles was Deutschland benachteiligt.

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